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Die Belichtungssteuerung Die Belichtungssteuerung

Die frei definierbaren Belichtungszonen sind die besondere Stärke der Kamera, denn für die automatische Belichtungssteuerung können variable Messfenster im Bild (=Belichtungszonen) festgelegt werden. D.h. die Steuerung der Belichtungszeit erfolgt nur anhand der vom Nutzer vorgegebenen Belichtungszonen. Dies bedeutet, dass in Gegenlichtszenen unabhängig von der Stärke der Gegenlichteinstrahlung, die wichtigen Bildbereiche optimal eingestellt werden können.

Um bei allen Wetter- und Lichtverhältnissen immer bestmögliche Bilder zu generieren, werden die Rohbilder des Sensors der Kamera entsprechend aufbereitet. Dazu sind folgende Automatikfunktionen in der Kamera integriert:

  Belichtungszeit: diese wird automatisch von der Kamera zwischen dem einstellbaren minimalen und maximalen Wert (1/8000 ... 1s) gewählt und rein elektronisch ohne mechanische Komponenten ausgeführt;

Vorverstärkung:
im digitalen Bildsensor wird die Vorverstärkung abhängig von den Lichtverhältnissen und der Belichtungszeit durch die Kamera selbst und ohne direkte Einstellmöglichkeiten durch den Nutzer gewählt;

Weißabgleich: hieraus resultiert die hohe Farbbrillanz und Farbgenauigkeit der Kamera, denn der Weißabgleich wird für jedes Bild durchgeführt und kann sogar auf bestimmte Referenzregionen im Bild begrenzt werden;

Autokontrast: damit bei flauen Wetterverhältnissen (Regen, Nebel) immer kontrastreiche Bilder vorliegen, wird automatisch jedes Bild so verstärkt, dass immer der gesamte Helligkeitsbereich von 0 bis 100% ausgenutzt wird;

Schärfe: die hohe Bildqualität der Kamera basiert unter anderem auf dem integrierten Software-Schärfefilter, der auch Alterungen und Verschmutzungen der Optik weitgehend kompensiert.

Wichtig hierbei ist, dass in der Kamera jedes Bild alle Automatikfunktionen durchläuft, d.h. jedes Live- oder Speicherbild ist immer optimal geregelt.
 
 
 
Die Originalaufnahme der Bankszene zeigt deutlich den Lichteinfall durch die Fensterfront, der je nach Tageshelligkeit und Stand der Jalousien eine normale Videokamera blendet und zum Dunkelsteuern der Gesichter im Vordergrund führt. Bei der Beispielszene wurde dieses Problem mit dem Einrichten einer "Belichtungszone" in der unteren Bildhälfte gelöst. Damit besitzt der obere Bildteil mit dem Fenster keinen Einfluss auf die Belichtungssteuerung mehr.

Und da die Kamera kein Autoiris-Objektiv besitzt, wird die Aufhellung eines dunklen Bereiches auch nicht von einem die Blende schließenden Objektiv negativ beeinflusst. Diese Stärke bei Gegenlichtszenen ist ein wesentlicher Vorteil und Alleinstellungsmerkmal der Kamera. Dies hat zusätzlich den Vorteil, dass keine bewegten Teile im Objektiv vorhanden sind, die im Winterbetrieb vereisen können.
 

 
 
Das obige Bild zeigt eine typische Situation: aus einem dunkleren Raum heraus sollen alle den Raum betretenden Personen aufgezeichnet werden. Außerhalb des Raumes können sich die Lichtverhältnisse aufgrund des Tageslichteinflusses stark ändern. Das Bild wurde mit einem über die ganze Fläche reichenden Meßfenster aufgenommen. Aufgrund der starken Lichtunterschiede sind die hellen Bereiche leicht überstrahlt und die dunklen Raumwände unterbelichtet.
 
 
 
Werden dagegen die zwei Messfenster (hier grün dargestellt, zweites Bild) auf den Rauminnenwänden angeordnet, werden diese einwandfrei belichtet. Mit dem Meßfenster im Türbereich, wird dagegen die Szene im Vorraum exakt belichtet.
 
 
 
Welche Einstellung jetzt gewählt wird, hängt von der jeweiligen Aufgabenstellung ab. Soll eine Person im mit Tageslicht durchfluteten Vorraum aufgezeichnet werden, ist das mittlere vertikale Meßfenster auszuwählen (unteres Bild). Soll dagegen das Gesicht einer in der Tür stehenden Person registriert werden, erhält dieses die gleiche Ausleuchtung wie der Raum. Deshalb sollten die rechts/links angeordneten Meßfenster im Innenraum (mittleres Bild) ausgewählt werden. Auch wenn der Vorraum dunkel ist und die mögliche Person eine Taschenlampe in die Kamera hält, entsteht so keine Fehlbelichtung, denn die Taschenlampe im Türrahmen wird von den außen liegenden Messfenstern nicht erfasst.

Die Belichtungszonen sind sogar so frei wählbar, dass in einer Straßenszene jeweils die einzelnen Straßenlampen aus der Belichtungssteuerung herausgenommen werden können.

Zur Feinabstimmung zwischen der Belichtung innerhalb und außerhalb der Belichtungszonen kann eine Gewichtung eingestellt werden.
Die Belichtungsautomatik bestimmt zuerst die beiden möglichen Einstelllung jeweils innerhalb und außerhalb der Messfenster, um diese dann gemäß der angegebenen Gewichtung (0...100%) zu mitteln.

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